Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

Mit Landes-Fördermitteln eine Stelle schaffen

Seit letzter Woche ist es sozusagen amtlich: der Tübinger Arbeitslosen Treff TAT e.V. wird einen Zuschuss aus dem Programm Gute und sichere Arbeit erhalten, das die Landesregierung Baden-Württembergs in diesem Jahr auf den Weg gebracht hat. Neben unterschiedlichen Projekten, die die Vermittlung von langzeiterwerbslosen Menschen zum Ziel haben, werden im Rahmen des Programms erstmals auch unabhängige Arbeitslosenzentren wie der TAT e.V. aus Landesmitteln finanzielle Mittel erhalten.
Mit dem Projekt Modellhafte Unterstützung von Arbeitslosen(beratungs)zentren soll deren spezifisches Angebotsmix aus Beratung und Begleitung kombiniert mit verschiedenen Begegnungsmöglichkeiten gefestigt und ausgebaut werden. Mit genau dieser Kombination ist der TAT e.V. in Tübingen gut etabliert und anerkannt, und er verfügt überlangjährige Erfahrung. Das Projekt sieht vor, 12 Beratungsstellen für Erwerbslose zunächst für ein Jahr zu fördern. Es gibt eine Option auf Verlängerung.
Die zusätzlichen Mittel aus dem Sozialministerium in Stuttgart versetzten den TAT e.V. in die Lage eine zusätzliche, sozialversicherungspflichtige Stelle zu schaffen. Hier unser Stellenangebot, auf das Sie sich bis zum 30.11.12 per Post oder per E-Mail bewerben können:

Der Tübinger Arbeitslosen Treff TAT e.V.
sucht zum 01.12.2012

eine Sozialpädagogin / einen Sozialpädagogen
eine Sozialarbeiterin / eine Sozialarbeiter

Der Stellenumfang beträgt 50%.
Die Stelle ist zunächst auf 12 Monate befristet.
Die Bezahlung erfolgt nach TvÖD.

Die Aufgabenfelder sind:

  • Sozialrechtliche Beratung (SGB II & III)
    und Begleitung von Ratsuchenden
  • Initiierung von Projekten (handwerkliche,
    künstlerische, gärtnerische) sowie eines Abendtreffs
  • Unterstützung & Schulung von Ehrenamtlichen
  • Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit

Wie bieten einen interessanten, abwechslungsreichen
Arbeitsplatz und eine kooperative Atmosphäre.

Thomas Poreski zum Brunch

Zum letztem Mal vor den Sommerferien öffnet der Tübinger Arbeitslosentreff TAT e.V. in der Neckarhalde 32 am Donnerstag, 12.07.2012 seine Türen für ein Frühstück plus.  Allerdings:  aus Frühstück wird Brunch – die Veranstaltung beginnt diesmal um 13 Uhr.

Wir erwarten Thomas Poreski, MdL für Bündnis 90 / DIE GRÜNEN und Sozialpolitischer Sprecher. Der Koalitionsvertrag, den er laut seiner Internetseite mit ausgehandelt hat, sieht vor, dass auch Arbeitslosenzentren wie der TAT e.V. Fördermittel aus dem Landeshaushalt erhalten sollten. Über Einzelheiten dieses Programms und wann mit dem Start, auf den der TAT e.V. gut vorbereitet ist, zu rechnen ist, darüber erhoffen wir uns Informationen von Herrn Poreski. Das verspätete Frühstück ist wie immer offen für alle Interessierten – also bitte weitersagen und Freunde mitbringen..

Karl-Ulrich Gscheidle bei Frühstück plus

Der TAT e.V. lädt für den kommenden Donnerstag, 04.07.0212 ab 10 Uhr zum Frühstück plus ein.  Der Gast des Tages wird Karl-Ulrich Gscheidle vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Reutlingen sein. Herr Gscheidle arbeitet dort als Wirtschafts- und Sozialpfarrer. Als Themenschwerpunkte nennt er auf seiner Netzseite u. a. „Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, „Fairness im Betrieb“ aber auch „Globalisierung gestalten“. Er ist der Nachfolger von Jens Junginger, der nach acht-jähriger Tätigkeit als Wirtschafts- und Sozialpfarrer eine andere Aufgabe übernommen hat.

Was macht eigentlich ein Wirtschafts- und Sozialpfarrer? Wozu braucht es einen Pfarrer, der sich nur für diese Bereiche oder für diese Bereiche in besonderem Maße zuständig fühlt? Diese Fragen können am Donnerstag geklärt werden. Interessant sein dürfte auch, in welcher Hinsicht und an welcher Stelle er sich für Belange erwerbsloser Menschen einsetzt. Wir freuen uns jedenfalls auf einen spannenden und informativen Vormittag.

Herr Gscheidle gehört zur Tagungsleitung der Erwerbslosentagung Baden-Württemberg, die von 24. – 26.07.2012 in der Evangelischen Akademie Bad Boll stattfindet. Sie hat in diesem Jahr die Prekarisierung in vielen Arbeitsbereichen in Deutschland sowie im europäischen Ausland zum Thema. Auf dem Tagungsprogramm steht auch ein Beitrag von Katrin Altpeter, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren des Landes Baden-Württemberg. Sie stellt das neue Landesprogramm „Gute und sichere Arbeit“ vor, welches u.a. Projekte für Langzeitarbeitslose und Arbeitslosentreffs vorsieht.

 

Frühstück plus am 24.11.2011

Das offene Frühstück am Donnerstag im TAT e.V. hat Tradition: Seit mehr als 10 Jahren können sich Erwerbslose und Interessierte bei einem guten Frühstück treffen, sich austauschen, einander Hilfe anbieten sowie Möglichkeiten der gemeinsamen Freizeitgestaltung schaffen und eigene Perspektiven erweitern.

Seit etwa einem Jahr ist unter dem Motto Frühstück plus ein Donnerstag im Monat einem Thema aus Kultur, Bildung, Politik und sozialem Leben gewidmet.  Zu Gast waren z.B. MitarbeiterInnen von der Straßenzeitung Trott-war, die über ihr Projekt in Stuttgart berichteten, oder der Geschäftsführer einer Selbsthilfegenossenschaft, der die Organisation kleiner, alternativer Betriebe beschrieb. Weiter unten auf dieser Seite finden sich kurze Beschreibungen dieser Beiträge.

Im Rahmen des Frühstück plus wird es am 24. November 2011 ab 10:00 Uhr eine Neuauflage des gemeinsamen Adventskranz-Bastelns geben. Es wird wieder früher dunkel, und so mach eine oder einer hätte gern eine stimmungsvolle Beleuchtung mit Kerzen, Tannengrün und Weihnachtsschmuck. Diese können Sie selbst in erstaunlich kurzer Zeit und unter fachkundiger Anleitung basteln. Alle Materialien werden Ihnen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Wir freuen uns auf Sie in der Neckarhalde 32.

Sommer im TAT e.V.

Es ist wieder soweit: die Sommerferien haben Baden-Württemberg erreicht, was wir zum Anlass nehmen, eine Pause einzulegen. Seit dem 01.08. bis zum 05.09.2011 einschließlich gibt es weder Beratung noch Frühstück bei uns.  Ersatzweise können Sie sich in dieser Zeit an unsere Kollegen in Reutlingen wenden. Die sind zu erreichen:

Arbeiterbildung e.V. Reutlingen
Oberamteistrasse 28
72764 Reutlingen
07121 23 99 97

Wir wünschen allen einen schönen Sommer mit einem ausgewogen Sonne-Regen-Verhältnis und freuen uns auf Sie im September.

„Trott-war“: Verkäufer in eigener Sache

Am 30.6.2011: 10 Uhr im Frühstück plus

Das Straßenmagazin Trott-war gehört zum Stadtbild vieler Innenstädte, auch zum Tübinger. Manche Verkaufsstandorte haben ein Gesicht bekommen. Man kann sich darauf verlassen, dort einen kompetenten Gesprächspartner anzutreffen. Die VerkäuferInnen machen mit dem Verkauf des Magazins nicht nur sozialpolitische Lobbyarbeit in eigener Sache. Sie machen auch Lobby für sich selbst. Sie können dadurch ihre eigene existentielle Situation deutlich verbessern.

Trott-war – das ist aber noch viel mehr. Es ist ein umfassendes soziales, politisches, kulturelles und auch arbeitsmarktpolitisches Lobbyprojekt, das offen und interessiert ist, vor Ort MitstreiterInnen zum Mitmachen zu gewinnen.

Helmut Schmid – (Schmid mit „d“) – wird beim „Frühstück plus“ über das vielfältige Engagement von Trott-war berichten;  ein/e VerkäuferIn wird von seinen/ihren Erfahrungen „auf der Straße“ erzählen. Könnte ja sein, dass der Funke überspringt, und die Eine und mehrere Andere sich „in eigener Sache“ mit und bei Trott-war engagieren wollen. Das täte sicher der Sache gut und einem selbst auch. Herzliche Einladung.

Diese Ankündigung wurde von Jens Junginger, Wirtschafts- und Sozialpfarrer, verfasst, der mit uns zusammen das Projekt „Frühstück plus“ entwickelt hat, und dem wir an dieser Stelle ganz herzlich dafür danken.

Von der Leidens-Genossenschaft zur Selbsthilfe-Genossenschaft

Der Leiter der Stuttgarter Geschäftsstelle von „NETZ für Selbstverwaltung und Selbstorganisation e.V.“, Peter Streiff, wird am Donnerstag, 26.Mai 2011 ab 10 Uhr beim Frühstück plus des TAT e. V. als Referent zu Gast sein. „NETZ“ ist ein Verband von kleinen Betrieben und Organisationen, die nachhaltiges Wirtschaften praktizieren und die die Teilhabe der Menschen an der Entwicklung des Betriebes und der Gesellschaft fördern. Peter Streiff ist auch Mitbegründer der innova eG, gegründet im November 2001 in Leipzig, die sich für genossenschaftliche Neugründungen engagiert, und bundesweit arbeitslose Frauen und Männer beim Aufbau von Selbsthilfegenossenschaften in ihrem jeweiligen lokalen Umfeld unterstützt. Streiff wird vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen aufzeigen, wie Selbsthilfegenossenschaften aufgebaut werden können. Interessierte, Neugierige und alle anderen sind ganz herzlich eingeladen.

Erwerbslos und freiwillig engagiert

Eigentlich muss man ja nicht extra darauf hinweisen: im Tübinger Arbeitslosen Treff TAT e.V. gibt es fast jeden Donnerstag einen offenen Frühstückstreff. Eine gute Gelegenheit für erwerbslose Menschen, Gleichgesinnte zu treffen, sich auszutauschen, einander Hilfe anzubieten und natürlich lecker zu frühstücken. Während des Frühstücks in dieser Woche am Donnerstag, 12.05.2011 wird Helmut Merk über sein ehrenamtliches Engagement bei der Tübinger Bahnhofsmission berichten.

Das Ehrenamt ist oft Thema in den Medien. Sei es, weil qualifizierte, ehrenamtliche Helfer (dringend) gesucht werden, sei es, weil man sich für schon geleistete, freiwillige und unentgeltliche Tätigkeiten öffentlich bedanken will. Beleuchtet wird die Tatsache, dass viele Einrichtungen ihre Leistungen ohne die Unterstützung Ehrenamtlicher gar nicht mehr anbieten könnten; diskutiert werden Überlegungen, die Zahlungen des Arbeitslosengeldes II an eine freiwillige Mitarbeit im öffentlichen Bereich zu knüpfen.

Stellvertretend für die ehrenamtlich tätigen Tübingerinnen und Tübinger wird der arbeitslose Helmut Merk über das Was, das Wie und das Warum seines Ehrenamts berichten. Wir laden Sie ein, an seinen Erfahrungen teilzuhaben und, wenn Sie mögen, mit Herrn Merk und uns über das Für und Wider des Ehrenamts nicht nur aus der Sicht Erwerbsloser zu diskutieren.

Frühlingsfrische

In dieser und in der nächsten Woche, also vom 12.04. bis 22.04.2011, gibt es keine Beratung bei uns im Arbeitslosen Treff TAT e.V.  Bei dringenden Angelegenheiten in Sachen Jobcenter & Co. wenden Sie sich bitte an

Arbeiterbildung Reutlingen e.V.
Oberamteistrasse 28
72764 Reutlingen
Telefon: 07121 23 99 97

Weiter geht es ab dem 26.04.2011 zu den üblichen Öffnungszeiten.

Zum Frühstückstreff sind die Tore allerdings an beiden Donnerstagen geöffnet, und Sie sind herzlich eingeladen, sich dazu zu gesellen. Am kommenden 14.04. haben sie die Gelegenheit, mit Unterstützung von Christiane Warneke Osterschmuck und –Basteleien für sich zu Hause selbst herzustellen. Materialien werden gestellt. Weitersagen erwünscht. Das Frühstücksteam freut sich auf Sie!

Filmpremiere in Tübingen am 10.02.2011

„NICHTS IST BESSER ALS GAR NICHTS“ – Über den Sinn und Unsinn von Lohnarbeit, Selbstvermarktung und Arbeitszwang in unserem Alltag.

Am Donnerstag, den 10 Februar 2011, wird in Tübingen um 18 Uhr im Kino Arsenal das erste Mal NICHTS IST BESSER ALS GAR NICHTS gezeigt. Dieser Dokumentarfilm von Jan Peters führt uns in die obskure Welt der Nebenjobs und der abenteuerlichen Geschäftsmodelle. Wir begegnen Sorgenvollen und Beladenen, Gleichmütigen, Hoffnungsfrohen und solchen, die mit erstaunlichem Mut, Solidarität und Kreativität einen Ausweg aus ihrem Schlamassel suchen. Eine augenzwinkernd unterhaltende und sich mit Pauschalanalysen angenehm zurückhaltende Reflexion über Sinn und Unsinn von (Lohn-) Arbeit, die einen respektvollen Umgang mit ihren ProtagonistInnen pflegt.

Im Anschluss an die Premiere wird es eine Diskussion über den zunehmend prekären Arbeitsalltag im Kapitalismus, Armut und Alternativen in Tübingen und anderswo geben, wozu Vertreterinnen des Tübinger Arbeitslosentreffs TAT e.V. und des DGB-Arbeitskreises anwesend sein und ein paar Fakten zu wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen beitragen werden. Zusammen mit attac Tübingen, ver.di medien tuebingen und dem DGB-AK laden wir dazu ein.

Parallel zum Kinostart beginnen wir die Aktion KINO FÜR ALLE, die BezieherInnen von Hartz IV den Kinobesuch von NICHTS IST BESSER ALS GAR NICHTS zum Tagessatz von 1,30€ für „Freizeit, Kultur und Unterhaltung“ möglich machen soll. Damit wollen wir nicht nur denen die Möglichkeit geben den Film zu sehen, die sich einen Kinobesuch im Normalfall nicht leisten können, sondern auch auf einen allgemeinen Missstand in unserer Gesellschaft aufmerksam machen: Kultur sollte jedem zugänglich sein.