Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

PM: Kandidat:innen zur Bundestagswahl

Sozialpolitische Fragen stehen im zweiten Jahr der Corona-Krise stärker im Fokus als bei vergangenen Bundestagswahlen, denn die Zahl der Menschen, die zumindest vorübergehend staatliche Hilfen benötigen, hat sich durch Kurzarbeit und Stellenabbau deutlich erhöht. Dennoch gibt es wenige Veranstaltungen, die den Fokus speziell auf sozialpolitische Themen richten.

Daher führt der Tübinger Arbeitslosen-Treff im Vorfeld der Bundestagswahl Einzelgespräche mit den Direkt-Kandidat:innen der großen demokratischen Parteien im Wahlkreis Tübingen. Was in der Vergangenheit vor wichtigen Wahlen als Frühstück mit Abgeordneten stattfinden konnte, wird dieses Jahr online stattfinden, jeweils begrenzt auf eine Stunde.

Zum Einstieg bringt der Kandidat ein kleines Gedicht oder einen kurzen Text mit, der ihm etwas bedeutet. Dann ist Zeit für eine knappe Darstellung der Person und der sozialpolitischen Kernpunkte. Im Anschluss ist der virtuelle Raum für Fragen aus dem Publikum geöffnet. Dazu können Interessierte direkt per Zoom an der Übertragung teilnehmen oder aber ihre Fragen als Kommentar bei YouTube stellen, wo der Stream auch nach der Veranstaltung noch zu sehen sein wird. Vorab werden Fragen unter der Adresse wahl@arbeitslosentreff.de gesammelt.

Den Anfang der Reihe macht Julian Grünke von der FDP am kommenden Mittwoch, dem 23. Juni um 18 Uhr. Die Links zur Teilnahme werden rechtzeitig vorher unter www.arbeitslosentreff.de auf der Homepage des Tübinger Arbeitslosen-Treffs zu finden sein.

Folgende Termine finden statt:
• Mittwoch, 23. Juni, 18 Uhr: Julian Grünke (FDP)
• Mittwoch, 30. Juni, 18 Uhr: Chris Kühn (Grüne)
• Mittwoch, 21. Juli, 18 Uhr: Heike Hänsel (Linke)
• Donnerstag, 22. Juli, 17 Uhr: Annette Widmann-Mauz (CDU)
• Mittwoch, 28. Juli, 18 Uhr: Martin Rosemann (SPD)

Neue Richtwerte für die Kosten der Unterkunft (KdU) zum 1. Juni 2021

Die Richtwerte für die Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU) im Rahmen von Alg II (SGB II / „Hartz IV“) und Sozialhilfe (SGB XII) wurden für die Stadt und den Landkreis Tübingen zum 1. Juni 2021 angehoben. (Die bis dahin geltenden Richtwerte wurden am 1. Mai 2018 festgesetzt.)

Die Richtwerte beziehen sich auf die Kaltmieten. Sie stellen gewissermaßen den ersten Prüfschritt dar, ob die gezahlte Kaltmiete im Sinne von SGB II und XII angemessen ist oder nicht. Falls das nicht der Fall ist, müssen andere Faktoren überprüft werden, z.B. die Beschaffenheit der Wohnung oder die persönliche Situation der Mieter:innen.

Neu ist die geographische Aufteilung der Angemessenheitsgrenzen entsprechend dem schlüssigen Konzept, das nun erstmals vom Institut empirica für den Landkreis Tübingen erstellt wurde. Es wird nun nicht mehr nach Stadt und Landkreis unterschieden, sondern zwischen Tübingen Stadt, Tübingen Umland und dem Bereich Rottenburg-Steinlach.

Für die Stadt Tübingen fallen die Erhöhungen der Richtwerte im Verhältnis zu den Zahlen von 2018 vergleichsweise moderat aus.

Hier die neuen Richtwerte ab dem 1. Juni 2021:

Tübingen – Stadt Tübingen – Umland Rottenburg – Steinlach
1 Person (max. 45 qm) 510 € 420 € 415 €
2 Personen (max. 60 qm) 640 € 510 € 500 €
3 Personen (max. 75 qm) 760 € 640 € 600 €
4 Personen (max. 90 qm) 890 € 800 € 710 €
5 Personen (max. 105 qm) 1.160 € 950 € 830 €
jede weitere Pers. + 15 qm + 135 € + 99 € + 99 €

 

Kostenfreies warmes Essen to go

Kostenfreies warmes Essen to go für Menschen in Armut und Notlagen in Tübingen

ab sofort bis voraussichtlich Ende März 2021

Sonntagsküche im Schlatterhaus
Jeden Sonntag
11 bis 13.30 Uhr

bei der Sonntagsküche im Schlatterhaus, Österbergstraße 2

  • Ausgabe in Einweggeschirr
  • Kurzes Aufwärmen bei einer Tasse Tee ist möglich
    (bis zu 5 Personen).

Mittagessen in der Eberhardsgemeinde
Jeden Mittwoch und Freitag im Februar und März 2021
12 bis 13 Uhr

Eugenstraße 26

  • Eigenes Geschirr zum Transportieren kann mitgebracht werden,
    ansonsten gibt es Einweggeschirr.
  • Aufwärmen ist in der Kirche möglich.
  • Freitags gibt es die Möglichkeit, einen Corona-Schnelltest zu machen.

TAT gewinnt beim SWT-Umweltpreis

Der Arbeitslosen-Treff hat den 1. Preis der Jury beim Umweltpreis der Stadtwerke gewonnen. Da die Stadtwerke eine Anzeige mit allen Gewinner:innen im Tagblatt schalten wollen, haben wir uns am Montag vor dem TAT getroffen um ein gemeinsames Photo dafür aufzunehmen. Hier eins der Bilder, die Mateusz Socha freundlicherweise aufgenommen hat.

Annette Mura (Mitte) und das Team des TAT
Der (ökologische) Fußabdruck ist Thema der Untersuchung von Annette Mura (Mitte). Mit dem von ihr angeregten Projekt hat der TAT den 1. Jury-Preis des Stadtwerke-Umweltwettbewerbs gewonnen.

Mehr zum Wettbewerb und zu den anderen Gewinner:innen findet sich auf der Seite der Stadtwerke: www.swt-umweltpreis.de/gewinner/ 

Corona-bedingt sind wir mit der Studie noch nicht in der Interview-Phase. Wenn Ihr ALG 2 bezieht, Lust habt unser Projekt zu unterstützen und dabei etwas über Euren eigenen ökologischen Fußabdruck erfahren wollt, dann meldet Euch bei uns per Mail an fabian.everding @ arbeitslosentreff.de

 

Offener Brief des Bündnisses für „Barrierefreiheit“

Twitter-Beitrag von Daniela HarschSehr geehrte Frau #bürgermeisterin,

seit wir über diesen Tweet von Ihnen gestolpert sind fragen wir uns, wie Sie sich wohl gefühlt haben mögen, in dieser von Ihnen beschriebenen Situation vor dem Tübinger Rathaus, an diesem ansonsten sonnigen Tag im Frühling dieses Jahres?

Vermutlich haben Sie sich geärgert, fühlten sich nicht ausreichend wahrgenommen, in Ihrem Anliegen nicht verstanden; vielleicht sogar als Mensch gering geschätzt. Offener Brief des Bündnisses für „Barrierefreiheit“ weiterlesen

PM: TAT fordert Corona-Zuschlag auf Grundsicherungsleistungen

Der Tübinger Arbeitslosen-Treff e.V. (TAT) beteiligt sich an den bundesweiten Aktionstagen für einen Corona-Zuschlag auf Grundsicherungsleistungen. Gemeinsam mit anderen Gruppen und Initiativen fordert der TAT einen Zuschlag von 100 Euro auf die Regelsätze etwa für das Arbeitslosengeld II oder die Sozialhilfe. Damit sollen steigende Lebensmittelpreise, der Mehrbedarf an Hygieneartikeln wie Alltags-Masken oder Desinfektionsmitteln sowie der Wegfall kostenloser Angebote ausgeglichen werden. Die Forderung nach einer Erhöhung der Regelsätze betrifft bundesweit rund acht Millionen Menschen: Bezieher*innen von ALG II und Sozialhilfe, Aufstocker*innen, Menschen, die Geld aus der Altersgrundsicherung oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten.

Grundsätzlich hat sich das System der Sozialleistungen während der Pandemie bewährt. Dass Deutschland bislang vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen ist, ist auch auf eine im Vergleich mit anderen Ländern bessere soziale Absicherung zurückzuführen. „Für Menschen, die etwa Arbeitslosengeld II beziehen, waren die Leistungen der Grundsicherung ein über die Monate der Pandemie hinweg verlässliches Einkommen“, erläutert Matthias Möhring-Hesse vom Vorstand des TAT. „Allerdings wurde die Höhe der Grundsicherung der besonderen Situation der Pandemie nicht angepasst. Daher reicht die Grundsicherung“, so Möhring-Hesse, „für Menschen, die davon leben müssen, nicht aus. Je länger die Pandemie anhält, desto stärker geraten die Menschen in Bedrängnis.“

Die Bemessung der Regelsätze ist seit längerem ein Problem, denn sie sind in ihrer Höhe hinter der längerfristigen Lohnentwicklung zurückgeblieben. Über die Jahre hinweg sind die Unterschiede im Lebensstandard zwischen Grundsicherungsbezieher*innen und Beschäftigten immer größer geworden. „Dadurch werden“, so erläutert Fabian Everding, Sozialberater beim TAT, „die Bezieher*innen von Grundsicherungsleistungen immer stärker abgehängt und können sich von dem ihnen zur Verfügung stehenden Einkommen immer weniger leisten. In der aktuellen Krise verschärft sich diese Situation noch einmal dadurch, dass auf der einen Seite die Preise gerade für alltagsrelevante Waren steigen und auf der anderen Seite kostenfreie Angebote wegfallen. Deshalb fordert der Tat“, so Everding, „die sofortige Erhöhung des Regelsatzes auf mindestens 600 Euro.“

Für die bundesweiten Aktionstage für einen Corona-Zuschlag sind am 30. und 31. Oktober an vielen Orten Aktionen geplant. Aus Rücksicht auf die im Kreis Tübingen steigenden Infektionszahlen ist der TAT in den virtuellen Raum umgezogen und freut sich über Diskussionen auf seiner Facebook-Seite unter fb.com/arbeitslosentreff

Barrierefrei statt bürger*innen-fern!

Der Tübinger Arbeitslosen-Treff beteiligt sich an der Kundgebung „Barrierefrei statt bürger*innen-fern!“ am Donnerstag, 29.10.2020 um 17:30 Uhr vor dem Bürgeramt (Schmiedtorstraße 4 in der  Tübinger Innenstadt)

Barrierefrei statt bürger*innen-fern!

Wir fordern zusammen mit dem Rest des Bündnisses, dass das Tübinger Bürgeramt wieder uneingeschränkt für alle in Tübingen lebenden Menschen zu den vormaligen Öffnungszeiten und auch ohne Voranmeldung erreichbar und zugänglich ist.

Der Aufruf mit allen Unterstützer*innen findet sich hier: keep.tuebingen.social

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