Frühstück plus zu Prävention von Obdachlosigkeit

Am Mittwoch, 13. September 2023 kommt Elena Blaich um 10:30 Uhr zu Frühstück plus.

Die städtische Mitarbeiterin zur Prävention von Obdachlosigkeit unterstützt Menschen dabei ihre Wohnung zu behalten, wenn sie Mietschulden haben und ihnen gekündigt wurde. Dabei vermittelt sie zwischen Vermieter:in und Mieter:in. Wenn das Mietverhältnis nicht mehr gerettet werden kann, hilft sie zusammen mit der Clearingsstelle Wohnen bei der Suche nach einer neuen Wohnung.

Bei Frühstück plus berichtet sie von ihren Erfahrungen bei ihrer Anfang 2023 neu eingerichteten Stelle.

Rebecca Lo Bello und Claudia Wanner bei Frühstück plus

Am Mittwoch, 30. August 2023 kommen Rebecca Lo Bello und Claudia Wanner um 10:30 Uhr zum Frühstück plus beim Tübinger Arbeitslosen-Treff e. V. (TAT) in der Neckarhalde 40.

Rebecca Lo Bello ist Projektleiterin beim Evangelischen Fachverband für Arbeit und Soziale Integration (EFAS e. V.) in Stuttgart, wo sie für den Bereich Demokratie und Beteiligung zuständig ist. Sie wird von Ihrer Arbeit berichten und dabei verschiedene Beteiligungs-Formate für Langzeitarbeitslose in Stuttgart vor￾stellen: In „Zukunftswerkstätten“ werden dort Betroffene zur Ausgestaltung von Job-Center-Maßnahmen befragt, bei „Demokratie am Nachmittag“ finden politische Diskussionen statt. Außerdem läuft aktuell eine Studie, bei der Langzeitarbeitslose andere Betroffene dazu befragen welche Unterstützung sie sich wünschen, um in Arbeit zu kommen.

Als Betroffene und Aktive in den verschiedenen Formaten wird auch Claudia Wanner mit dabei sein, die seit 2022 bei der Neuen Arbeit Stuttgart im Projekt „Demokratiebegleiter“ mitwirkt. Sie ist Mitbegründerin der Interessensgemeinschaft Langzeitarbeitsloser (IGELA).

Frühstück plus ist eine Veranstaltungsreihe des Tübinger Arbeitslosen-Treffs, bei der sich Interessierte von 10 bis 12 Uhr bei Brezeln und Kaffee mit Gästen aus Politik und Gesellschaft austauschen können.

Aktuelles mit den Hauptamtlichen

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Fabian Everding
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Celina Streb
zum ersten Mal dabei!

Eine kurze und spontane Folge vor der Sommerpause mit den beiden Hauptamtlichen Celina Streb und Fabian Everding über Aktuelles beim TAT.

Das TAT-Team im Juli 2023: Fabian Everding, Karl-Ulrich Gscheidle, Celina Streb, Thomas Mehlfeld, Peter Ott (vorne), Matthias Möhring-Hesse (hinten), Horst Haar, Holk-Rainer Hinz, Klaus Rahlf (von links nach rechts)
Das TAT-Team im Juli 2023: Fabian Everding, Karl-Ulrich Gscheidle, Celina Streb, Thomas Mehlfeld, Peter Ott (vorne), Matthias Möhring-Hesse (hinten), Horst Haar, Holk-Rainer Hinz, Klaus Rahlf (von links nach rechts)

Angemessene Kosten der Unterkunft (KdU) ab Juni 2023

Die Richtwerte für die Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU) im Rahmen von Bürgergeld (SGB II / „Hartz IV“) und Sozialhilfe (SGB XII) wurden für die Stadt und den Landkreis Tübingen zum 1. Juni 2023 angehoben. (Die bis dahin geltenden Richtwerte wurden am 1. Juni 2021 festgesetzt.)

Die Richtwerte beziehen sich auf die Kaltmieten. Sie stellen gewissermaßen den ersten Prüfschritt dar, ob die gezahlte Kaltmiete im Sinne von SGB II und XII angemessen ist oder nicht. Falls das nicht der Fall ist, müssen andere Faktoren überprüft werden, z.B. die Beschaffenheit der Wohnung oder die persönliche Situation der Mieter:innen.

Für die Stadt Tübingen fallen die Erhöhungen der Richtwerte im Verhältnis zu den Zahlen von 2021 vergleichsweise moderat aus.

Hier die neuen Richtwerte ab dem 1. Juni 2023:

Tübingen – Stadt Tübingen – Umland Rottenburg – Steinlach
1 Person (max. 45 qm) 549 € 452 € 431 €
2 Personen (max. 60 qm) 689 € 549 € 538 €
3 Personen (max. 75 qm) 819 € 689 € 646 €
4 Personen (max. 90 qm) 959 € 861 € 764 €
5 Personen (max. 105 qm) 1.249 € 1.023 € 894 €
jede weitere Pers. + 15 qm + 135 € + 99 € + 99 €

 

Vergleichsraum (VR) 1: Tübingen-Stadt

Vergleichsraum (VR) 2: Tübingen-Umland:
Ammerbuch, Dettenhausen, Kirchentellinsfurt, Kusterdingen

Vergleichsraum (VR) 3: Rottenburg / Steinlach:
Rottenburg, Starzach, Hirrlingen, Bodelshausen, Mössingen, Ofterdingen, Dußlingen, Nehren, Gomaringen

Vorstellung der Sozialwahl

Am Mittwoch, 5. April 2023 kommt Benjamin Stein, Bezirksgeschäftsführer beim ver.di Bezirk Fils-Neckar-Alb, um 10:30 Uhr zum Frühstück plus beim Tübinger Arbeitslosen-Treff e. V. (TAT) in der Neckarhalde 40.

Benjamin Stein wird die Sozialwahl erklären, die noch bis Ende Mai läuft. Dabei sind die Versicherten der Kranken- und Rentenversicherung zur Briefwahl Ihrer Vertreter:innen in den Gremien der Selbstverwaltung aufgerufen.

Frühstück plus ist eine Veranstaltungsreihe des Tübinger Arbeitslosen-Treffs, bei der sich Interessierte von 10 bis 12 Uhr bei Brezeln und kostenlosem Kaffee mit Gästen aus Politik und Gesellschaft austauschen können. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

blame racism – not the victim(s)!

Der Tübinger Arbeitslosen-Treff e. V. unterstützt diesen Aufruf:

Gambische Community in Tübingen und Umgebung

NOT IN OUR NAME!
blame racism – not the victim(s)!

Aufruf zur Kundgebung
Wann: Samstag, 1. April 2023, 11.00 Uhr
Wo: Holzmarkt Tübingen

Wir rufen alle Tübinger Bürgerinnen und Bürger zu einer Kundgebung zum Gedenken an unseren ermordeten Freund Basiru Jallow auf. Im Anschluss an die Kundgebung werden wir in Stille vor dem Tübinger Rathaus gedenken.
Basiru Jallow, alias B.Boy, wurde am 23. März Opfer einer brutalen Messerattacke im alten botanischen Garten in Tübingen und verstarb kurz danach an seinen Verletzungen. Dieser tragische Vorfall hat uns als gambische Community und viele unserer Mitbürger*innen in Tübingen tief erschüttert und wir möchten unser Mitgefühl und unsere Solidarität mit der Familie und Freunden des Verstorbenen zum Ausdruck bringen.
Wir wollen bei dieser Kundgebung auch unseren Protest gegen das Verhalten und die Aussagen des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer zum Ausdruck bringen. Bereits wenige Stunden nach dieser schrecklichen Tat hat er das Opfer als angeblichen „Drogendealer“ diffamiert, der sowieso kein Recht gehabt hätte, sich als Mensch mit gambischen Wurzeln am helllichten Tag im Bota und in Tübingen aufzuhalten. Dies legt nahe, dass er letztlich selber schuld an seiner Ermordung sei. Dies empfinden wir als rassistisches „blame the victim“.
Den Äußerungen des Oberbürgermeisters, der Menschen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, als Kriminelle und „Wirtschaftsflüchtlinge“ abstempelt, fehlt der Respekt vor dem Opfer und den Menschen, die um ihn trauern und vermissen. Tübingen braucht besonnene und angemessene Maßnahmen gegen Gewalt und Drogenkriminalität und es braucht eine faire Flüchtlingspolitik – ohne Rassismus!
Die Kundgebung am Holzmarkt bietet eine Plattform, um unsere Trauer und unsere Gedanken zu teilen und unsere Stimmen zu erheben. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, an dieser Kundgebung teilzunehmen und ihre Unterstützung zu zeigen.
Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen gegen Gewalt und Rassismus. Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Mensch in unserer Stadt das Recht hat, hier zu sein, und in Frieden und Sicherheit leben kann.

In Zusammenarbeit mit: acli e.V., adis e.V., Arbeitskreis Asyl Südstadt, Asylzentrum Tübingen e.V., Black Visions and Voices, move on – menschen.rechte Tübingen e.V. / Plan.B

Mittwoch 18 Uhr: Jugendarmut in der Westspitze

Wir möchten auf eine interessante Veranstaltung diesen Mittwoch hinweisen:

Lesung mit Christian Baron – Armut zur Sprache bringen

Lesung mit Christian Baron - Armut zur Sprache bringenDie AG Jugendarmut lädt herzlich zur dritten Lesung der Reihe Jugendarmut in Tübingen sichtbar machen ein.

Wir freuen uns sehr, dass dieses Mal Christian Baron aus seinem Buch „Ein Mann seiner Klasse“ lesen wird. In seinem Spiegel-Bestseller erzählt Baron die Geschichte seiner Kindheit, seines gewalttätigen Vaters und seiner depressiven Mutter. Er beschreibt, was es bedeutet, in diesem reichen Land in Armut aufzuwachsen, und wie es sich anfühlt, als kleiner Junge männliche Gewalt zu erfahren.

Im Anschluss an die Lesung und Diskussion präsentieren Jugendliche einer Tübinger Empowermentgruppe ihren Kurzfilm „Ich bin stark“, in dem geflüchtete junge Frauen ihre Erfahrungen mit absoluter und relativer Armut zum Thema machen. Gemeinsam wollen wir darüber diskutieren, wie über Armut gesprochen werden kann.

Datum: 22. Februar 2023 Uhrzeit: 18.00 Uhr (Ende 19.30 Uhr)

Veranstaltungsort: WESTSPITZE Saal eins, Eisenbahnstr. 1, 72072 Tübingen

Veranstalter*innen: Projekt SILKY der kit jugendhilfe Tübingen & AG Jugendarmut des Runden Tischs Kinderarmut Tübingen. Die Veranstaltung ist Teil der Lesereihe „Jugendarmut in Tübingen sichtbar machen“.

Armut in Tübingen

Am Donnerstag (09.02.2023) veranstaltet Input im Epplehaus um 19 Uhr ein Podium zum Thema Armut. Mit auf dem Podium: Stephan Lippmann vom TAT. Der Eintritt ist kostenlos (wie immer bei Input)

Aus der Ankündigung von Input:

Wir möchten auf diesem Podium mit Armutsbetroffenen und Expert*innen besprechen wie Armut sich in Reutlingen/Tübingen darstellt und wie Armut sich auf das Leben von Betroffenen auswirkt. Außerdem möchten wir diskutieren, was gegen Armut und die daraus resultierende Ausgrenzung getan werden kann.

Dazu haben wir folgende Gäste eingeladen:

  • Undine Zimmer, Autorin des Buchs „Nicht von schlechten Eltern. Meine Hartz-IV-Familie“
  • Martin Eberle, Vertreter der Aktion Wunschbaum in Tübingen
  • N.N. (angefragt), betroffen von studentischer Armut
  • Stephan Lippmann, Vertreter des Tübinger Arbeitslosen-Treff

Die Gründung des Arbeitslosen-Treffs

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Fabian Everding
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Josef Krebs

1998 wurde der Tübinger Arbeitslosen-Treff offiziell als Verein gegründet. Doch schon lange vor dessen Gründung als Beratungsstelle trafen sich Menschen, die ihren Job verloren hatten im Gemeindehaus Lamm am Marktplatz, wo sie unter anderem von Josef Krebs betreut wurden.

Josef Krebs stand damals noch am Anfang seiner beruflichen Karriere bei der katholischen Kirche und kümmerte sich als Mitarbeiter von St. Michael um den Arbeitslosen-Treff, der zunächst vor allem Zulauf bekam von ehemaligen Mitarbeitern der Firma Zanker. Deren ehemaliges Betriebsgelände ist noch heute als langgezogener Industrieriegel parallel zur Sindelfinger Straße in der Tübinger Weststadt zu erkennen, allerdings werden dort schon lange keine Waschmaschinen mehr produziert. Denn mit der Übernahme von Zanker durch Elektrolux in den 80er-Jahren wurde auch das langsame Ende des Tübinger Traditionsunternehmens eingeleitet.

Heute arbeitet Josef Krebs als Fernfahrer-Seelsorger bei der katholischen Betriebsseelsorge Heilbronn. Daher geht es im Gespräch auch um die Situation von oftmals prekär Beschäftigten auf europäischen Schnellstraßen.

kostenlose Beratung für Erwerbslose und prekär Beschäftigte 07071-400648